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Gestaltwandler:innen
AllgemeinGrundsätzlich entspringen Gestaltwandler:innen der Natur und tragen auch heute noch in ihrem Kern Naturmagie in sich, auch wenn sie selbst keine Magie (von der Verwandlung abgesehen) ausüben können. Obwohl sich Gestaltwandle:innenr mittlerweile hauptsächlich in Menschenform zeigen und ihre Tierform als ‘zweite Natur’ ansehen, war dies nicht immer so. Die ersten Gestaltwandler:innen waren mehr Tier als Mensch; ja, es lässt sich nicht einmal sagen, ob sie nicht in einer andersartigen Form bereits vor dem Menschen existierten, in dessen Strukturen sie sich im Laufe der Jahrtausende eingefügt haben. Gestaltwandler:innen können freimütig zwischen ihrer menschlichen Gestalt und ihrer tierischen Gestalt hin und her wechseln, jedoch sind sie genetisch an eine Tiergestalt gebunden, was bedeutet, dass sie nicht eine beliebige Tiergestalt annehmen, sondern immer die gleiche. Es ist üblich, dass sich Gestaltwandler:innen unter ihresgleichen aufhalten — Wandle:innenr der gleichen Tierart gehören somit der gleichen Klasse an, und zwischen den unterschiedlichen Klassen herrschen kleinere wie auch größere Rivalitäten. Dadurch, dass Gestaltwandler:innen eine verlangsamte Alterung besitzen, halten Konflikte gut und gerne Jahrhunderte lang an; insbesondere die kriminelle Szene in Los Angeles wird von den Rivalitäten zwischen Gestaltwandler:innen-Gangs dominiert. Hierarchien der RasseGestaltwandler:innen sind gewöhnlicherweise entweder Einzelgänger:innen oder, abhängig von der Tierart, in Rudeln, Herden oder auch Schwärmen organisiert. Am wahrscheinlichsten ist es jedoch, dass sie in einer familiären Gemeinschaft leben, die wiederum idealerweise stark in die Gemeinschaft der Gestaltwandler:innen integriert ist. Gestaltwandler:innen bevorzugen oft Berufszweige, die sich gut mit den Merkmalen ihrer Tiergestalten vereinbaren lassen; so findet man einen:eine Eulenwandler:in zum Beispiel in der Nachtschicht bei einem McDonalds Drive In, einen:eine Fuchswandler:in als Strateg:in bei einer politischen Kampagne oder einen:eine Kojotenwandler:in in einem Bestattungsunternehmen. Größere Betriebe werden dabei selten von Familien geführt, sondern von einer bestimmten Klasse der Gestaltwandler:innen. Unterscheidungen innerhalb der RasseInnerhalb der Gestaltwandler:innen ist die einzige wirkliche Unterscheidung die ihrer Tierart. In Kalifornien heimische Gestaltwandler:innen, die somit auch dort heimische Tierarten verkörpern, besitzen dabei einen natürlichen Vorteil gegenüber hinzugezogenen Gestaltwandler:innen — nicht zuletzt, weil sie bereits seit Jahrzehnten, wenn nicht sogar Jahrhunderten, hier etabliert sind. Einzelgängerischen Gestaltwandler:innen bleibt der Zugang zu Branchen, die von einer etablierten Gestaltwandler:innen-Tierart geführt werden, oft verwehrt. Diese Isolation von ihrer eigenen Spezies sorgt bei unsozialeren Gestaltwandler:innen-Arten dafür, dass sie auf die kriminelle Schiene abrutschen. Erscheinungsbild/VerwandlungGestaltwandler:innen besitzen zwei Körpergestalten: Die eines Menschen und die eines Tieres. Ihre Tiergestalt ist, im Gegensatz zu Werwölf:innen, nicht von übernatürlicher Stärke oder Größe gekennzeichnet, sondern orientiert sich vollkommen an den Merkmalen des jeweiligen Tieres. Ein besonderer Vorteil der Gestaltwandler:innen ist jedoch, dass die Wandlung schmerzlos und flüssig verläuft, ebenso wie sie sich sogar teilverwandeln können: zum Beispiel könnte ein:e Fuchswandler:in nur sein Gebiss verwandeln. Dies nutzen Gestaltwandler:innen einerseits, um ihre menschlichen Sinne mit denen ihrer Tiergestalt zu vereinen und jene somit zu schärfen, und andererseits, um andere Spezien zu verschrecken, Dominanz zu beweisen oder sich als Fabel erkenntlich zu geben. Bei Menschen sollten Gestaltwandler:innen dies, ihrer eigenen Sicherheit zuliebe, zwar nicht anwenden, aber dennoch kann es durchaus vorkommen. Denn nicht immer ist diese Teilwandlung von Augen, Ohren oder Gebiss freiwillig, reagiert sie doch extrem empfindlich auf die Emotionen des:der Gestaltwandler:in. Bei der Verwandlung eines:einer Gestaltwandler:in verwandelt sich die Kleidung mit – im Gegensatz zu Werwölf:innen müssen sie somit nicht ständig in neue Klamotten investieren oder Nudist:innen werden. FortpflanzungIn welches Tier sich Gestaltwandler:innen verwandeln können, hängt von ihren Genen ab. Es kann sein, dass in einer Familie, die aus den unterschiedlichsten Gestaltwandler:innen-Arten besteht, eine Generation übersprungen wird und der:die Nachkomm:in die gleiche Tiergestalt des Großvaters annimmt, auch wenn seine:ihre Eltern andere Wandlerarten sind. Gestaltwandler pflanzen sich dabei ausschließlich in ihrer menschlichen Gestalt fort und können sich nicht mit richtigen Tieren paaren, daraus ergibt sich die bei Menschen übliche Schwangerschaftszeit von 9 Monaten, nach der die Gestaltwandler:innen-Kinder als menschliche Säuglinge auf die Welt kommen. Mischwesen sind bei dieser Art der Fortpflanzung unmöglich, das heißt: Ist die Mutter eine Rabenwandlerin aber der Vater ein Fuchswandler, kommt kein:e Rabenfuchswandler:in heraus, sondern entweder das eine oder das andere. Unter manchen Gestaltwandler:innen ist es außerdem verpönt, sich mit einem:einer Gestaltwandler:in einer anderen Art fortzupflanzen, insbesondere mit Arten, die als von niederer Art angesehen werden, wie zum Beispiel Waschbärwandler:innen oder Wandler:innen, die sich in Nagetiere wie Mäuse oder Ratten verwandeln. Das heißt, dass insbesondere Nachkommen aus gemischten Familien unter Diskriminierung innerhalb ihrer eigenen Spezies leiden. Lebenserwartung & TodGestaltwandler:innen sind keinesfalls unsterblich – insbesondere ihre menschliche Form ist angreifbar und anfällig für Magie –, aber sie besitzen eine verlangsamte Alterung. Durchschnittlich beträgt ihre Lebenserwartung 150-200 Jahre, wobei es vom Individuum und der Stärke der Gene abhängig ist, wie schnell ihr Alterungsprozess tatsächlich voranschreitet. Ein:e Gestaltwandler:in könnte somit mit 100 Jahren noch aussehen wie mit 25 oder ab dem 40. bis zum 150. Lebensjahr konstant wie 40 Jahre aussehen, nur um dann im Zeitraffer Jahrzehnte zu altern. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass Gestaltwandler:innen insbesondere in ihrer Tierform unter den Veränderungen ihres Lebensraums (wie durch Industrialisierung und Technologisierung) leiden und dazu gezwungen sind, sich anzupassen, was besonders schwer für ihre Tiergestalt ist, ebenso wie für die alte Naturmagie, der die Gestaltwandler:innen vor Jahrtausenden entsprungen sind. Wenn ein:e Gestaltwandler:in dem Tode nahe ist, verbringt er:sie immer mehr Zeit in seiner:ihrer Tiergestalt, bis die Naturmagie sich zurückholt, was ihnen einst gegeben worden ist – dann kann sich der:die Wandler:in gar nicht mehr in seine menschliche Gestalt zurückverwandeln und stirbt in Tierform eines natürlichen Todes. Stärken & Schwächen+ besitzen in Menschenform geschärfte Sinne und gewisse Merkmale ihrer Tierform + verlangsamter Alterungsprozess + können sich schnell verwandeln + innerhalb kürzester Zeit regenerationsfähig - können sich in ihrem Leben nur in ein einziges Tier verwandeln - sind in ihrer Menschenform sehr anfällig für Magie - von Instinkten getrieben - obwohl sie Fabel sind, die Naturmagie in sich tragen, können sie selbst keine Magie wirken Wusstest du schon, dass Gestaltwandler...… Gestaltwandler:innen sich Werwölf:innen überlegen fühlen? … sich Gestaltwandler:innen selbst unbewusst dort niederlassen, wo ihre Tierform am ehesten überlebt? … es in Los Angeles starke soziale Spannungen zwischen Gangs gibt, bei denen es sich um rivalisierende Gestaltwandler:innen-Arten handelt? … Gestaltwandler:innen in menschlicher Form ähnliche Charaktereigenschaften wie ihre Tierform (zum Beispiel Listigkeit bei Fuchswandler:innen) aufweisen? |
