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Mantikore
AllgemeinMantikore entspringen der Antike und sind heutzutage eher zu Mythen geworden. Tatsächlich sind diese Wesen einst von einem Magier geschaffen worden, der bei einer Fehde gegen einen anderen Zirkel beinahe alles verlor, was ihm lieb und teuer war. Als letzten Kraftakt schuf er aus drei Tieren ein neues Geschöpf: Den ersten Mantikor. Erschaffen, um dem Wort seines Schöpfers zu dienen war die Bestie zu absolutem Gehorsam bestimmt und frei von einem eigenen Willen. Die mächtige Kreatur mit dem Körper eines riesenhaften Löwen, einem gefährlichen Skorpionschwanz und großen, ledrigen Flügeln, denen einer Fledermaus gleichend, streckte der erste Mantikor die Gegner und Kontrahenten für seinen Meister restlos nieder. Später schenkte jener Magier seinem treuen Diener sogar eine menschliche Gestalt, welche ihn schließlich zum ersten Vertreter der eigenständigen Rasse der Mantikore machte. Mantikore sind erbarmungslose Kämpfer und Soldaten im Dienste ihrer Herren/Herrinnen gewesen. Beispiellose, grausame Monster ohne Skrupel und Gewissen, die bedingungslos die Befehle ihrer Meister und Meisterinnen erfüllten und sich ihnen vollkommen hingaben. Auf Schlachtfeldern waren sie von ihren Feinden gefürchtet und von ihren Verbündeten gefeiert, genossen in den großen Arenen der Antike einen heldenhaften Ruf und erlangten schnell Ruhm und Ehre für ihre Herren und Herrinnen. Im Laufe der Jahrhunderte jedoch wurde ihre Kraft und Brutalität zunehmend zu einer gefürchteten Waffe. Die Machtgier ihrer Meister und Meisterinnen ließ sie Unaussprechliches machen, bis sie schließlich von den Helden der Schlachtfelder zu ausgestoßenen Kreaturen und Geächteten wurden. Menschen fürchteten sie nicht nur für ihre Brutalität, sondern auch für ihren Hunger nach menschlichem Fleisch und insbesondere ihren Herzen, welche es ihnen erst ermöglichten, selbst eine menschliche Gestalt anzunehmen und aufrecht zu erhalten. Mantikore müssen einmal im Monat ein menschliches Herz verspeisen, um ihre menschliche Form wahren zu können und darüber hinaus einmal in der Woche menschliches Fleisch fressen, um ihre übernatürlichen Sinne und ihre Kraft in ihrer Menschengestalt nicht zu verlieren. Im Zuge der Angst vor den Mantikoren verloren viele ihre Meister oder Meisterinnen und damit ihre Bestimmung, denn sie waren geschaffen worden, um zu dienen. Mantikore werden entweder in die Knechtschaft eines Meisters/einer Meisterin geboren oder sie erwählen jemanden, zu dem sie eine individuell geartete, besondere Verbindung spüren. Fakt ist jedoch, dass sie dieser Person bedingungslos loyal sind. Es fällt ihnen sehr schwer, nach dem Tod einer solchen Person zu jemand anderem ein ähnliches Band zu knüpfen, aber ohne einen Meister/eine Meisterin gehen viele von ihnen tragisch zugrunde. Viele Mantikore ziehen dann den Suizid vor oder verlieren sich in düsterer Einsamkeit, nur selten finden Vertreter dieser Art zum Beispiel in einem persönlichen Ziel oder einer anderen Aufgabe eine Art neue Bestimmung, sodass sie keinen Meister/keine Meisterin mehr brauchen. Heute gibt es kaum noch Mantikore, weshalb sie auch (sogar unter Fabel) teilweise nur noch als Mythos, beziehungsweise als ausgestorben gelten. Dies liegt zum einen daran, dass ihre Art sich fortzupflanzen sie sehr einschränkt und zum anderen die vor Jahrhunderten ausgeprägte Angst vor ihnen dafür sorgte, dass sie gejagt und beinahe vollkommen ausgerottet wurden. Hierarchien der RasseMantikore untereinander besitzen keine Hierarchie. Sie unterstehen dem Willen ihres Meisters/ihrer Meisterin und darin besteht ihre Hierarchie und das wichtigste in ihrem Leben. Andere Vertreter ihrer Art sind ihnen dahingehend relativ egal, sie fühlen sich nicht in besonderem Maße mit ihnen verbunden. Unterscheidungen innerhalb der RasseEine klassische Unterteilung gibt es bei Mantikoren nicht, obgleich sich festhalten lässt, dass Mantikore ohne Meister/Meisterin ein bei Weitem zielloseres Leben führen, das von emotionsarmer Tragik und Einsamkeit, sowie Trauer geprägt ist. Mantikore mit einem Meister/einer Meisterin hingegen scheinen erfüllt von Hingabe und Liebe für genau diese Person zu sein. Es fällt ihnen viel leichter, Emotionen wahrzunehmen und über ihre Instinkte und Triebe hinaus zu denken. Erscheinungsbild/VerwandlungMantikore sind Chimären aus Löwe, Skorpion und Fledermaus. Ihre Körper sind größer, als ihre tierischen Verwandten, haben lange, sichelförmige Krallen an ihren Pranken, spitze Reißzähne in ihrem Maul und einen Skorpionschwanz, an dessen Spitze der Giftstachel sitzt. Mantikorgift wirkt äußerst schnell und lähmt seine Opfer, was sie augenblicklich vollkommen wehrlos macht. Diese Wirkung hält bei Menschen mindestens eine Stunde an, bei Fabel variiert dies je nach Selbstheilungsfähigkeit. Aus dem Rücken eines Mantikors ragen große, ledrige Flügel heraus, die seine massive Gestalt über kurze Strecken durch die Lüfte tragen können und als widerstandsfähige Schilde sogar Schutz vor Stichwaffen, wie Schwertern, Speeren und Dolchen bieten. Einige Mantikore haben sogar Hörner, woher diese jedoch genau kommen, ist bis heute unbekannt. Mantikore werden in ihrer Mantikorgestalt geboren und bezeichnen diese als ihre wahre Gestalt. Dementsprechend verwandeln sie sich in wenigen Sekunden von einem Menschen in die riesenhafte, geflügelte Bestie, die sie eigentlich sind, wenn sie das wollen. Die Rückverwandlung kostet sie jedoch bedeutend mehr Zeit und kann sogar mit Schmerzen und insbesondere Beklemmungsgefühlen verbunden sein. Sie dauert mindestens fünf Minuten, kann aber auch (z.B. bei Verletzungen) bis zu zwanzig Minuten andauern und viel Kraft kosten. FortpflanzungNachdem der erste Mantikor geschaffen wurde, erhielt er sogar eine menschliche Gestalt und mit ihr die Fähigkeit, sich fortzupflanzen. Mantikore sind immer cis-männlich, das bedeutet, dass ihre Kinder auch immer männlich sind, in ihrem Genpool sind einfach keine weiblichen Nachkommen vorgesehen. Die Überlieferung sagt, dass Mantikore nur mit Jungfrauen Kinder zeugen können, wahrscheinlicher ist aber eine körperliche Voraussetzung, wie ein intaktes Hymen. Schlafen sie mit einer solchen Frau, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass diese schwanger wird und nach neun Monaten einen winzigen Mantikor zur Welt bringt. In der Antike war man überzeugt, dass es das Mantikorjunge stärken würde, wenn das erste menschliche Fleisch, das er frisst, das seiner Mutter ist, weshalb Frauen aus damaliger Zeit oft von ihren Nachkommen gefressen wurden. Ob das stimmt oder nicht, ist nicht nachgewiesen, Fakt ist aber, dass Mantikore erst dann eine menschliche Gestalt annehmen können, wenn sie erstmals ein menschliches Herz zu sich genommen haben. Sie wachsen in wenigen Jahren heran und sind bereits mit acht bis zehn Jahren vollkommen ausgewachsen. Lebenserwartung & TodMantikore altern bis zu einem menschlichen Äußeren von etwa 30 bis 50 Jahren. Sie sterben durch Ersticken und Enthauptung. Stärken & Schwächen+ übermenschliche Stärke und Reflexe + übermenschliche Sinne + können fliegen + besitzen ein lähmendes Gift + enorme Selbstheilungskräfte + widerstandsfähige Flughäute - ohne Meister/Meisterin starke soziopathische Anwandlungen - sehr anfällig gegenüber von Magie - starke animalische Instinkte und Triebe, sowie Mordlust - Kräfteverlust, wenn sie nicht mind. ein Mal/Woche Menschenfleisch fressen - Verlust der menschlichen Gestalt, wenn sie nicht mind. einmal/Monat ein menschliches Herz fressen - neigen ohne Meisterin/Meister zum Suizid - sind nicht gegen ihr eigenes Gift immun Wusstest du schon, dass Mantikore...…ihrem Meister/ihrer Meisterin absolut loyal ergeben sind und alles für sie tun würden? Nicht mal der eigene Tod schreckt sie ab. …nach dem Tod ihres Meisters/ihrer Meisterin nur selten weiterleben wollen und auch Jahrhunderte nach ihrem Verlust noch trauern? …es als pure Erfüllung betrachten, den Wünschen ihres Meisters/ihrer Meisterin gerecht zu werden? Sie besitzen kaum eine eigene Persönlichkeit, wenn sie jemandem dienen können und streben einzig nach der Zufriedenheit ihres Meisters/ihrer Meisterin. …heute als Mythos gelten, weil sie beinahe ausgestorben sind? Ihre Ära gilt als beendet. …emotional verkümmern, wenn sie niemandem dienen können? …einen Meister/eine Meisterin durch einen Blutschwur bestimmen und dann bis zum Tod an diesen gebunden sind? …zwar gegenüber Magie sehr anfällig sind, aber auch durch Anwendung von Magie keine herausragenden Gefühle empfinden können? Diese waren für sie nie vorgesehen. |
