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Drachen
AllgemeinDrachen sind sehr alte, magische Fabel, die ihre Hochzeit vor der Ausbreitung des Menschen und anderer Fabel in der Welt genossen haben. In verschiedenen Kulturkreisen wurden Drachen unterschiedlich von den Menschen wahrgenommen, manchmal als Gött:innen verehrt und angebetet, um dem Zorn dieser mächtigen Bestien zu entgehen und manchmal verteufelt und gejagt. Drachen haben sich an unterschiedliche Lebensräume angepasst und sind zwar selten, dafür aber äußerst vielfältig in ihrer magischen Ausprägung. Neben den bekannten Feuerdrachen, die sich am besten ausbreiten konnten, gibt es auch Wasser-, Eis-, Blitz- und sogar Walddrachen. Drachen werden zwar als solche geboren und sehen daher auch ihre schuppige Drachengestalt als ihre wahre Körper an, jedoch haben sie insbesondere im Zusammenleben mit anderen Fabel und Menschen zunehmend eine menschliche Gestalt angenommen, welche es ihnen ermöglichte, deren Kulturen, Gebräuche und Sitten zu erlernen. So können sie auch unerkannt unter Mensch und Fabel überleben, da spätestens ab dem 13. Jahrhundert zunehmend Jagd auf diese mächtigen Wesen gemacht wurde. Drachen sind nicht immer prinzipiell bösartige Wesen, die nichts, als Tod und Zerstörung bringen. Sie sind zwar äußerst stolz und territorial, neigen aber auch dazu, scheu und eigenbrötlerisch zu sein. In ihrer Vielfältigkeit der magischen Ausprägung sind sie genauso differenziert zu betrachten, wie in ihrer Charakterausprägung. Allgemein jedoch kann man festhalten, dass Drachen durch ihre enorme Lebensspanne oft recht eigensinnige Charaktereigenschaften entwickeln. Am häufigsten kommt es bei alten Drachen vor, dass sie Besitztümer anhäufen und gerade glitzernden, funkelnden Dingen gegenüber äußerst gierig sind. Die Sage vom Drachen und seinem Schatz ist entsprechend nicht an den Haaren herbeigezogen. Obwohl Drachen inzwischen die meiste Zeit ihres Lebens in menschlicher Gestalt verbringen, sehen sie sich in der Regel nicht zugehörig zur Gesellschaft der Fabel und Menschen. Sie mögen andere Übernatürliche eigentlich nicht, außer Phönixe und Nemuri. Zu diesen Fabel haben sie aufgrund derer Langlebigkeit oftmals eine starke Verbindung aufgebaut und insbesondere Phönixe pflegen gerne enge Beziehungen zu Drachen, deren Beschützerinstinkt und Loyalität sie zu hervorragenden Beschützern ihres eigenen Eis nach einem eigenen Tod machen. Hierarchien der RasseDrachen pflegen eine sehr strenge Hierarchie untereinander. Da sie heute nur noch sehr selten sind, treffen sie auch vergleichsweise selten auf andere Artgenossen und doch gilt es stets, eine individuelle Rangordnung auszufechten. Diese ergibt sich meistens aus klassischen Kämpfen, die zur Hochzeit ihrer Ära ganze Landstriche verwüsten konnten, heute jedoch eher durch Dominanz und plumpes Anstarren geführt werden. Die meisten Drachen zählen als klassische Einzelgänger:innen, denen ihr Territorium heilig ist und in welchem sie nur selten andere ihrer Art dulden. Heute kommt es jedoch vor, dass die alten, stolzen Kreaturen sich aufgrund der veränderten Lebensbedingungen auf kleinere Territorien beschränken. Hierarchien, die einmal abgesteckt sind, gelten für die restliche Lebensdauer eines Drachen. Bei Drachen gilt allgemein, dass je älter ein Drache ist, desto mächtiger und dominanter ist er unter Seinesgleichen. In Kalifornien ist Azir Sadek als Eisdrache schon sehr lange im Bildungswesen anzutreffen und gründete sowohl die bekannte Universität von Kalifornien (UCLA) in Los Angeles, als auch eine Schule nur für Fabel. Unterscheidungen innerhalb der RasseDrachen können verschiedenen Magiearten entspringen. In der Regel paaren sich Drachen mit anderen Vertreter:innen ihrer Unterart, die Mischung der Unterarten gilt als widernatürlich und führt nicht zu Nachwuchs. Feuerdrachen sind die bekanntesten Vertreter:innen der Drachen. Sie sind in der Lage, mit ihrer Magie große Hitze auszustrahlen und unter ihrer Berührung Holz zu entflammen oder Eisen zu schmelzen. Feuer und Hitze können ihnen nichts anhaben, stattdessen sind sie in der Lage, sogar in ihrer Menschengestalt einen mächtigen Feueratem zu entfachen, der Menschen und Fabel bis zur Asche niederbrennen kann. In ihrer Drachengestalt ist dieser Atem so mächtig, dass er ganze Häuser zerstören und Stein schmelzen kann. Wasserdrachen sind vergleichsweise selten. Sie sind nicht resistent gegen große Hitze oder Kälte, können dafür jedoch mittels ihrer Magie ohne zeitliche Begrenzung unter Wasser die Luft anhalten und den Sauerstoff aus dem Wasser ziehen. Das Wasser selbst können sie befehligen und manipulieren, es gibt sogar Sagen von so mächtigen Vertreter:innen dieser Unterart, dass sie an einem sonnigen Tag das Wetter verdunkelten und es in Wüsten regnen ließen. Wasserdrachen speien natürlich kein Feuer, sie können jedoch tatsächlich Wasser durch Magie erschaffen und galten daher häufig als Lebensbringer:innen und Gottheiten. Eisdrachen lieben die Kälte und haben selbst eine erschreckend niedrige Körpertemperatur. Ihre Magie befähigt sie dazu, allein mit ihrer Berührung in Menschengestalt Oberflächen gefrieren zu lassen. Eisenstangen zerspringen unter der Wirkung ihrer Magie zu Eissplittern, Holz berstet und besonders wasserhaltige Materialien gefrieren und erstarren zu Skulpturen. Zu grauenhafter Bekanntheit gelang ihr Eisatem, der als Pendant zum Feueratem ganze Landstriche in Eismeere, gezeichnet von brennender Kälte und mannsgroßen Eiszapfen verwandeln kann. Blitzdrachen gelten als ausgestorben, weil sie so selten sind. Ihnen wohnt eine beängstigende Magie inne, denn Blitze und elektrischer Strom gehorchen ihrem Willen. Tobt ein Unwetter, dann fühlen sie sich in den aufgeladenen, dunklen Wolken so richtig wohl und zugleich zieht ihre Magie elektrischen Strom nahezu an. Blitzdrachen können nicht nur natürliche Blitze und deren Energie in sich aufnehmen, um sie zu speichern, sondern auch aus elektrischen Leitungen, die mittlerweile wohl in jeder größeren Stadt besondere Rollen spielen, Energie aufsaugen und sie in sich speichern. Ihre Magie ermöglicht es ihnen, diese gespeicherte Energie gebündelt als Blitz herauszulassen. Auf diese Weise vermögen sie es, sowohl in Menschen- als auch in Drachengestalt verheerende Zerstörung zu verursachen. Walddrachen sind bis heute die naturverbundensten Drachen. Sie haben meist eine grünliche Färbung und manche von ihnen leben schon so lange in ihrem Wald, dass ihnen Moos, Blättergeflechte und Blüten auf dem Schuppenpanzer wachsen. Walddrachen sind Meister der Tarnung und optischen Anpassung in grünen Gegenden, wie Wäldern und Parks. Ihre Magie bringt selten Zerstörung, vielmehr Einklang und Frieden. Ein Pflanzensamen in ihrer Obhut wird binnen weniger Minuten zu einer imposanten Pflanze heranwachsen. Ihre Magie erlaubt es Walddrachen, das Chaos ihrer Artgenossen mit einem Zwinkern wieder zu richten und Wälder, Wiesen und Landstriche wieder erblühen zu lassen. Erscheinungsbild/VerwandlungAls Menschen wirken Drachen oft tatsächlich nicht unbedingt menschlich. Besonders in den ersten Jahrzehnten nach ihrer ersten Verwandlung in einen Menschen sieht man noch zum Teil, dass sie keine Menschen sind. Flügel, Schwanz, Hörner, Schuppen…all diese Details lassen sich nur mit viel Übung in der Verwandlung glaubhaft verstecken. Wenn ein Drache eine menschliche Gestalt annimmt, ist diese immer dieselbe. Die Verwandlung in einen Menschen hat allgemein jedoch einen großen, schwerwiegenden Nachteil für Drachen. Ihre Seele versiegelt sich durch die erste Wandlung in einen Menschen in einem zufälligen Gegenstand in der Nähe des Drachen. Meistens handelt es sich hierbei um Steine oder andere langlebige Gegenstände, welche eine besondere magische Aura ausstrahlen, die für Drachen, aber auch andere Fabel deutlich spürbar ist. Die versiegelte Seele eines Drachen ist der größte Schatz, den ein Drache besitzen kann, denn sie verkörpert all sein Sein. Wer diesen Gegenstand in Händen hält, kann über die Loyalität eines Drachen verfügen. Drachen sind dem:der Besitzer:in ihrer Seele nicht nur gefügig und ergeben, sie können auch durch das Zerstören des Gegenstands enttarnt werden, weil auf diese Weise die Seele befreit wird und der Drache nicht länger in der Lage ist, seine menschliche Gestalt zu wahren. Eine erneute Rückverwandlung in eine menschliche Gestalt führt dazu, dass die Seele erneut in einem zufälligen Gegenstand in der Nähe versiegelt wird. Bekanntermaßen sind Drachen magische Geschöpfe. Viel einheitlicher kann man ihr Aussehen in ihrer Drachengestalt aber auch nicht beschreiben, denn Drachen können in zahlreichen unterschiedlichen Erscheinungen auftreten. Es gibt Drachen mit Schuppen oder Fell, mit Panzer und Haut… Manche Drachen haben vier Beine, zwei Flügel und sogar Hörner dazu, andere haben keine Flügel und können dennoch fliegen, haben lange Schnurrbarthaare und einen weichen Kamm vom Scheitel bis zur Schwanzspitze und wieder andere Drachen haben zwei Hinterläufe und Flügel, aber keine Hörner. Drachen sehen wahrlich sehr vielfältig aus und können winzig klein sein, kaum größer, als eine Katze oder so ungeheuerlich groß, dass sie sogar einen ausgewachsenen Riesen hochheben könnten. Festhalten lässt sich nur, dass kein Drache eine Flügelspannweite von ca. 100m überschreiten kann. Das Farbenspektrum von Drachen ist wohl ebenso wenig in klare Vorgaben zu zwängen, wie ihre sonstige Erscheinung. Es gibt komplett einfarbige Drachen, aber auch solche, deren Federkleid an das eines Kanarienvogels erinnert. Die Verwandlung eines Drachen ist immer ein unheimlicher Kraftakt, ganz gleich, in welche Richtung sich gewandelt wird. Sie nimmt Zeit in Anspruch und Kleidung übersteht bei großen Drachen diesen Prozess nie. Zeitlich bewegt sich die Verwandlung zwischen wenigen Minuten bei sehr kleinen Drachen und einer äußerst schmerzhaften halben Stunde bei großen Drachen. Teilwandlungen sind Drachen übrigens möglich, wobei es ihnen bedeutend schwerer fällt, die verwandelten Flügel wieder verschwinden zu lassen. Drachen wachsen bis zu ihrem Lebensende. Das bedeutet, je älter ein Drache ist, desto größer und stärker ist er auch. Daraus ergibt sich bei der Hierarchie von Drachen auch, dass hier meist Alter vor Schönheit geht. FortpflanzungDrachen neigen zur Monogamie, gelten aber nicht als familiär. Ihre Partner:innen lieben sie in der Regel bedingungslos und loyal bis an ihr Lebensende, während sie ihre Kinder schnell verstoßen, damit sie sich ein eigenes Territorium suchen. Drachen werden als solche geboren. Weibliche Drachen sind etwa 24 Monate trächtig und dürfen sich während dieser Zeit nicht verwandeln (weder in die eine, noch in die andere Gestalt), da das Ei dabei zerstört werden würde. Weibliche Drachen legen immer nur ein Ei, niemals mehrere, welches nach einer Brutzeit von ganzen 1000 Jahren endlich schlüpft. Es gibt heute noch verwaiste Dracheneier, deren Eltern entweder gestorben sind oder tatsächlich die Geduld verloren haben. Unter dem Einfluss von der Magie eines Drachen können aber auch diese verwaisten, zum Teil sogar versteinerten Eier wieder zum Leben erweckt werden. Wenn nach 1000 Jahren endlich die Schale des Eis springt und die kleine Echse schlüpft, ist sie vorerst wehrlos und auf Hilfe angewiesen. Drachenjunge wachsen schnell heran und sind mit etwa fünf Jahren in der Lage, das erste Mal ihre Gestalt zu wandeln, wobei hier natürlich noch immer deutliche Merkmale des Drachenkörpers zu sehen sind. Ihr menschliches Aussehen reift in menschlicher Geschwindigkeit heran, bis sie ungefähr 20 Jahre alt sind, dann stagniert ihr optischer Alterungsprozess und ist extrem stark verlangsamt. Drachen können sich eigentlich einzig mit anderen Drachen fortpflanzen. Es gibt hier jedoch noch zwei Ausnahmen: 1. Da Drachen aber eine magische Verbindung zu Phönixen haben, können auch weibliche Phönixe Dracheneier zur Welt bringen. Diese Nachkommen wachsen langsamer heran und entwickeln sich dennoch im Laufe der Zeit zu klassischen Drachen. Weibliche Phönixe dürfen sich während der Schwangerschaft ebenso wenig verwandeln, wie weibliche Drachen. Ein Drachenei, das in der menschlichen Gestalt der Mutter heranwächst ist bedeutend kleiner, als solche, die in der Drachengestalt eines weiblichen Drachen heranwachsen und ausgetragen werden. 2. Man kann nicht genau sagen, inwiefern hier der magische Zusammenhang der Rassen zu erklären ist, jedoch gibt es Strzyga (Unterart der Dämonen), die bereits Dracheneier zur Welt gebracht haben. Diese Mehrlingsgeburten waren überaus häufig durch Todgeburten gezeichnet. Eine weibliche Strzyga darf sich während der Schwangerschaft nicht verwandeln, da auch hier sonst die Nachkommen verenden. Die Schwangerschaft dauert etwa sechs bis acht Monate. Lebenserwartung & TodDrachen können bis zu 10.000 Jahre alt werden. Eine unfassbar lange Zeit und obwohl Drachen rein genetisch dazu in der Lage wäre, so lange zu leben, gibt es kaum welche, die so alt geworden sind. Die meisten sterben schon früher bei Kämpfen mit Artgenossen oder weil es bis heute eine exzessive Jagdszene gibt, die sich darauf spezialisiert hat, Drachen für ihre magischen Körper hinzurichten. Ihre Schuppen und Organe gelten beispielsweise in okkulten Kreisen als unbezahlbar. Da Drachen übermenschlich stark sind und einen in der Regel sehr widerstandsfähigen und robusten Schuppenpanzer haben, sind sie gegen Schusswaffen beinahe immun. Besonders panzerbrechende Munition jedoch kann ihren Panzer bereits schwer schädigen. Schläge und Klingen hingegen zeigen keine Wirkung. Drachen besitzen einen enorm starken Panzer, der sie auch in ihrer menschlichen Gestalt schützt, aber keine übermenschliche Selbstheilungsfähigkeit. Ist ihr Panzer einmal verletzt, bleibt die Stelle verwundbar, weil der Panzer Jahrzehnte braucht, ehe er sich regeneriert hat. Schnittwunden heilen an diesen Stellen in menschlicher Geschwindigkeit. Durch physische Angriffe/Verletzungen sind Drachen also kaum verwundbar, Gifte und Magie hingegen können ihnen schwer zusetzen. Ebenso durchdringen Krallen und Zähne von Drachen die Panzerung eines Drachen leichter noch, als panzerbrechende Munition, weshalb Kämpfe unter Drachen auch zum Tod führen können. Stärken & Schwächen+ starke magische Fähigkeiten (je nach Unterart verschieden) + übermenschlich stark (auch in ihrer menschlichen Gestalt) + enorm widerstandsfähiger Panzer (auch in ihrer menschlichen Gestalt, zeigt sich durch äußerst robuste Haut) + mächtige Drachengestalt - sehr schlechte Selbstheilungskräfte (insbesondere Regeneration des Panzers betreffend) - erschwerte Fortpflanzung (vom Aussterben bedroht) - langsame, sehr schmerzhafte Verwandlung - werden seit Jahrhunderten exzessiv gejagt - anfällig für Gifte und magische Angriffe - sind der Person gefügig, die ihre versiegelte Seele besitzt - Feenstaub hat auf sie keine aphrodisierende Wirkung, sondern eine Schwächende. Sie werden müde und träge davon, können sogar bei zu lange andauerndem Kontakt das Bewusstsein verlieren Wusstest du schon, dass Drachen...… oft einen Schatz bewachen? Das kann ein Tresor mit Bargeld sein, aber auch Gemälde, ein Phönixei oder altes Silberbesteck. Was ein Drache zu seinem Schatz erklärt kann ganz unterschiedlich sein, Hauptsache, es ist von Wert. … andere Fabel meistens nicht leiden können? … loyal und treu bis an ihr Lebensende sind, wenn sie dann doch jemanden in ihr Herz geschlossen haben? … nicht immer dazu in der Lage sind, alle Merkmale ihrer Drachengestalt zu verbergen? Manchmal wachen sie auf und haben plötzlich Krallen statt Fingernägeln, was sie dann schnell wieder verbergen müssen. … eher Einzelgänger:innen sind? … für ihre Schuppen und Organe gejagt werden? Hier hat sich eine aus Fabel und Menschen bestehende Jäger:innengemeinschaft gegründet, die besonders auf dem Schwarzmarkt die begehrten, seltenen und wunderschönen Schuppen verkauft. … ihre menschliche Gestalt sofort verlieren, wenn ihre Seele zerstört wird? Sie verwandeln sich dann auf der Stelle in ihre wahre Gestalt. Bei der nächsten Verwandlung zurück in einen Menschen versiegelt sich ihre Seele in einem neuen zufälligen Gegenstand in der Nähe. |
